Bionik
Dies ist unter anderen einmal ein Artikel, der etwas über den Tellerrand hinweg schaut und sich mit der Natur beschäftigt. Tja, so ganz stimmt das natürlich nicht, denn die Bionik ist eine hochgradig technologische Disziplin und orientiert sich jeweils an vorgaben, welche der Wissenschaftler in der Natur finden kann.
Viele Oberflächen profitieren schon heute vom Konzept der Bionik und so hat sich beispielsweise über die Jahre der Lotus Effekt auf Keramiken und anderen Oberflächen, auch Automobilhersteller nutzen Teilweise solche Beschichtungen auf der Frontscheibe, als Oberflächenbeschichtung mit extrem gut abweisender Oberfläche durchsetzen können.
Auch im Bauingenieurwesen wird die Bionik eingesetzt, da ein Grashalm, gemessen an seiner Größe zu einem soliden Stahlträger, bei viel weniger Gewicht eine in Relation bessere Stabilität aufweist.
Bionik ist also die Wissenschaft vom Kopieren, im Speziellen vom Kopieren der Natur. Dies passiert in akribischen Studien und teilweise auf höchst seltsamen Wegen.
Durch das beobachten von Ameisen konnte man beispielsweise feststellen, dass diese eine Art Navigationsgerät besitzen und so große Strecken zurücklegen können, auch mit komplizierten künstlich geschaffenen Wegen und trotzdem nach Beendigung ihrer Arbeit einen direkten Weg zum Nest zurück nehmen. Auch wenn sie diesen vorher noch nicht gekannt haben. Sie orientieren sich dabei an der Sonne und den verschiedenen Spektren des Lichts.
Ein Beispiel das bekannter sein dürfte ist das Verhalten von Zugvögeln, welche sich am Magnetfeld der Erde ausrichten. Fraglich ist natürlich, wie diese Tiere diese Dinge Wahrnehmen, vielleicht könnte man auf die eine oder andere Art so auch Navigationssysteme ohne Sattelitennetz anbieten.



